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Vierzig Monate MITTENDRIN

(Stadtteilzeitung MQ Juni 2015 - Redaktion)

Als im Februar 2012 das Projekt MITTENDRIN Quartiersarbeit startete, fragte sich so mancher im Michaelisviertel, was darunter denn wohl so genau zu verstehen sein soll.

Nun neigt sich das Projekt in seiner jetzigen Form nach vierzig Monaten seinem Ende zu. Und der etwas sperrige Begriff Quartiersarbeit hat sich mit vielfältigem Leben gefüllt. Was hat sich mit und um MITTENDRIN herum in dieser Zeit getan?
2012 wurde die MITTENDRIN-Nachbarschaftsgruppe gegründet, die sich regelmäßig im WeltCafé und im Magdalenenhof trifft und die nach wie vor offen für weitere Interessierte ist. Zu den Aktivitäten dieser Gruppe zählen neben geselligen Unternehmungen wie z.B. gemeinsame Ausflüge, Kinobesuche und Sonnenaufgangserlebnisse auch die Unterstützung von anderen im Krankheitsfall, Besuchsdienstangebote, sowie die regelmäßige Organisation von Frühstücksgesprächen mit interessanten Gästen. Mitglieder der Gruppe sind daneben je nach Interesse bei verschiedenen anderen Gelegenheiten im Einsatz, z.B. bei Festen in der Kita oder im Altenheim, im Magdalenengarten, beim Frühjahrsputz und vielem mehr.
Im Michaelisviertel gibt es viele interessante und aktive Institutionen. MITTENDRIN schaffte einen Rahmen für Austausch und Vernetzung in Form eines Auftaktworkshops und von Runden Tischen. Hieraus entwickelten sich diverse Ideen, die in unterschiedlichen Konstellationen verwirklicht wurden. Dazu gehören das Buchprojekt „Kindheit und Jugend im Michaelisviertel“, das Nachbarschaftsfest am Michaelishügel 2013, das mit dem Quartier begangene Jubiläumsfest des Michaelisheims 2014, zwei Gesprächsreihen zum Thema „Älter werden im Quartier“, Lebendige Adventskalender 2013 und 2014, der Beitrag zum Stadtjubiläum „Häuser erzählen“ und der 2015 eröffnete Offene Bücherschrank.
Der Magdalenenhof als einer der Hauptinitiatoren von MITTENDRIN will seine Bezüge ins Quartier stärken, weil dies ein Gewinn für Haus und BewohnerInnen ist. MITTENDRIN ist dabei Wegbegleiterin. An verschiedenen Angebote des Hauses, wie z.B. Mittagstisch, Konzerten, Tanztee, Chor, Internationalem Café, Plauderstündchen und vielem mehr nehmen mittlerweile unterschiedliche Menschen aus dem Quartier teil. Die Nachbarschaftsgruppe ist Gast im Haus und an verschiedenen Stellen gibt es gemeinsame Unternehmung mit BewohnerInnen des Magdalenenhofs wie z.B. kleine Ausflüge zum Dom oder zum Weltcafé oder gemeinsames Adventsbacken.   
„Es hat sich manches verändert im Michaelisviertel“, so hört man immer wieder. Es gibt stärkere Aufmerksamkeit für einander,  intensivere und neue Kontakte und mehr Lebendigkeit im Quartier. Und all dies ist möglich, weil sich viele mit ihren Ideen, ihrem Wollen und ihren Stärken einbringen. Zu nennen sind unter anderem: VertreterInnen vom Kindergarten, von Pflege- und Beratungseinrichtungen, vom WeltCafé, von Schulen, von Kirchengemeinden, von der ESG, von der Stadt und vom Ortsrat und natürlich all die engagierten Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder, die hier im Viertel ihr Zuhause haben. Wichtig für das Gelingen einer solchen Arbeit ist es allerdings auch, dass es eine verlässliche Ansprechpartnerin und kontinuierliche Begleitung gibt.
Verantwortlich für das Projekt MITTENDRIN ist die Koordinatorin Martina Sanden-Marcus. Auf den Weg gebracht haben es maßgeblich die Bischöfliche Stiftung Gemeinsam für das Leben und der Magdalenenhof mit weiteren Förderern.
Die Stiftung Katholische Altenhilfe wird zukünftig an den guten Erfahrungen anknüpfen und im gesamten Weltkulturerbegebiet tätig werden.