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Bewohnerparken im Umfeld der Welterbestätten
(Stadtteilzeitung MQ September/2013 - Redaktion)

J. Boblitz (links, Stadt Hildesheim, Elektronik in Verkehrsanlagen) und K. Härtel (Stadt Hildesheim, Bereichsleiter Verkehrslenkung und -sicherung) mit einem der gerade aufgestellten Parkscheinautomaten im Kniepe.

Der Bereich um die Welterbestätten ist von einer hohen Konkurenz um den knappen Parkraum insbesonsere zwischen Pendlern, Bewohnern, Besuchern von Einrichtungen und Touristen geprägt.
Die wesentliche Bebauung ist zu einer Zeit entstanden, in der es keine oder nur eine sehr geringe Motorisierung gab, sodass die bisherige Parkraumsituation den Bedürfnissen der Anwohner nicht gerecht wurde.

Dem trägt das neue Parkraumkonzept Rechnung, das bis Ende August mit dem Aufstellen von 23 Parkscheinautomaten und der entsprechenden Verkehrszeichenbeschilderung Wirksamkeit erlangt.

Wie funktioniert das Bewohnerparken?

In den Bereichen der nun zusätzlich aufgestellten Parkscheingeber können Bewohner der jeweiligen Zone mit deutlich sichtbar hinter der Windschutzscheibe ausgelegtem Bewohnerparkausweis kostenfrei parken und müssen keinen Parkschein ziehen. Wer nicht über eine solche Berechtigung verfügt, muss an Werktagen montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 19 Uhr sowie sonnabends zwischen 8 und 16 Uhr an den Parkscheinautomaten ein Ticket ziehen. Zehn Minuten kosten 15 Cent.

Einige Parkplätze sind sogar ausschließlich für Bewohner mit Bewohnerparkausweis vorgesehen. Dieser gilt nur für die Parkzone, in der der Antragsteller wohnt, und ist durch einen Buchstaben gekennzeichnet. Ein Rechtsanspruch auf einen Parkplatz besteht jedoch nicht.

Warum werden nicht an allen Parkscheingebern einer Zone die Bewohner mit Bewohnerparkausweisen Zone von der Parkscheinpflicht befreit?

Dazu einige Beispiele: In der Dammstraße, dem Pfaffenstieg oder der Goschenstraße überwiegt das Interesse an einem häufigen Wechsel der Parkplatznutzer aufgrund angrenzender Geschäfte, Dienstleister und Gastronomie. Für einen häufigen Parkplatzumschlag sorgt hier die Gebührenpflicht der Parkscheingeber. Damit kurze Besorgungen nur geringe Parkgebühren verursachen, können auch Parkscheine mit nur zehn Minuten Parkzeit gezogen werden.

Wie erwirbt man einen Bewohnerparkausweis?

Wer im Bereich einer dieser Parkzonen seinen Hauptwohnsitz hat (in bestimmten Fällen reicht auch der Nebenwohnsitz), dort tatsächlich wohnt, einen Pkw besitzt oder dauerhaft einen solchen nutzt und nicht über einen privaten Einstellplatz oder eine Garage verfügt, kann sich gegen eine Gebühr in Höhe von 30,70 Euro/Jahr im Stadtbüro, Markt 2, einen Bewohnerparkausweis ausstellen lassen. Der Ausweis gilt ein Jahr ab Ausstellung. Bei einem Fahrzeugwechsel ist das neue Kennzeichen vom Stadtbüro einzutragen.

Bei jeder Antragstellung ist der Besitz eines Kraftfahrzeuges oder dessen dauernde Nutzungsberechtigung anhand geeigneter Unterlagen (Fahrzeugschein bzw. Zulassungsbescheinigung Teil I, ggf. Vollmacht des Halters) nachzuweisen. Der Wohnsitz kann über Vorlage des Personalausweises nachgewiesen werden, das Nicht-Verfügen über einen Einstellplatz/Garage mittels schriftlicher Erklärung.

Weitere Informationen sind unter www.hildesheim.de/bewohnerparken erhältlich.