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Sozialministerin Cornelia Rundt besucht die Caritas im MQ
(Stadtteilzeitung MQ September/2013 - Redaktion)

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Anfang August besuchte die niedersächsische Sozialministerin Cornelia Rundt gemeinsam mit dem SPD-Bundestagskandidaten Bernd Westphal die Caritas im Michaelisviertel. Sie erzählte, dass
sie viel Zeit am Schreibtisch verbringen muss und dass sie solche Besuche, bei denen sie vor Ort mehr über die Themen und Nöte
der Menschen erfährt, sehr schätzt.
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 Im Caritashaus am Pfaffenstieg ging es zunächst vor allem um den Bereich der ambulanten Pflege. Hier wurden gerade in Vergütungsverhandlungen auf der Landesebene 36 € pro Pflegestunde festgelegt. Dr. Coughlan (Vorstandsvorsitzender des Caritasverbandes) machte deutlich, dass mit diesem Betrag eine angemessene Bezahlung der Caritas-Mitarbeiter/innen nicht möglich ist. Schon jetzt, so ergänzte Norbert Ellert (Geschäftsführer der Stiftung Altenhilfe), verzichten die Mitarbeiter/innen auf Weihnachtsgeld. Weitere Themen waren der hohe Dokumentationsaufwand, der Fachkräftemangel und die Ausbildung in den Pflegeberufen.

Im anschließenden Spaziergang durch die Kardinal-Bertram-Straße, den Alten Markt, die Burg- und die Klosterstraße informierte Martina Sanden-Marcus über MITTENDRIN–Quartiersarbeit im Michaelisviertel, ein Projekt, das ohne jegliche städtische Förderung durchgeführt wird. Anhand vieler Beispiele erzählte sie, wie Nachbarschaftliches gestärkt wurde, wie die Menschen im Viertel ihre Netzwerke ausgebaut haben. Einig war man sich darin, wie wichtig es ist, dass es in diesem Viertel der kurzen Wege sowohl für Familien als auch für Menschen mit kleinen Renten weiterhin bezahlbare Wohnungen gibt. Welch gutes Miteinander der Generationen hier jetzt schon gelebt wird, erfuhr die Besuchergruppe in der Klosterstraße, wo die Caritas-Kita St.Bernward, die Caritas-Seniorenwohnungen und seit einigen Wochen auch das MITTENDRIN-Büro zu finden sind.

Nach einem Spaziergang durch den Magdalenengarten machte die Gruppe noch einen Abstecher bei der Caritas-Tagespflege. Die Ministerin zeigte sich angetan von der einladenden Atmosphäre und suchte das Gespräch mit einigen der anwesenden Gäste. Abschließend informierte Michael Sackmann im Magdalenenhof über Probleme der stationären Pflege. In Niedersachsen liegen die Pflegesätze mehr als 20 % unter dem Durchschnitt der westdeutschen Bundesländer. Hinzu kommt und das wurde auch von der Ministerin kritisiert, dass nur in der Stadt Hildesheim die Investitionskosten für Sozialhilfeempfänger gedeckelt sind und den Einrichtungen dadurch ein erheblicher finanzieller Schaden entsteht.