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Dilek Boyu – Vertreterin des Ortsrates Stadtmitte/Neustadt im MichaelisQuartier

(Stadtteilzeitung MQ Mai/2012)



Kurzinterview mit Fabian Schäfer, ANP Stadtumbaumanagement MichaelisQuartier

Hintergrundinformation: Der Ortsrat Stadtmitte/Neustadt existiert seit dem 1. November 2011 und ist einer von 14 Ortsräten der Stadt Hildesheim.


Frau Boyu, welche Funktion und Aufgabe haben der Ortsrat und Sie im MichaelisQuartier?
Die wichtigste Aufgabe des Ortsrates Stadtmitte/Neustadt ist, die Belange und Interessen der Bürgerinnen und Bürger entgegenzunehmen und an die Stadtverwaltung weiterzuleiten. Dies erfolgt über den persönlichen Kontakt in einer der anberaumten Ortsratsitzungen, die mindestens einmal im Quartal stattfinden. Da ich vor Ort wohne und sozusagen mitten im Geschehen bin, hat der Ortsrat beschlossen, dass ich bei den Aktivitäten im MichaelisQuartier den Ortsrat vertreten und eine Botschafterfunktion zwischen Ortsrat und Bürgerschaft einnehmen soll. Gute und wichtige Kontakte konnte ich bereits zur ansässigen ESG und der Stiftung „Gemeinsam für das Leben" knüpfen.
Wie ist Ihr Eindruck vom Quartier und wo liegen die Chancen/Qualitäten und Herausforderungen?
Das MichaelisQuartier ist im Aufwind! Durch den Umbau der Burgstraße wurde das Erscheinungsbild aufgewertet und die sehenswerten Bauten im Quartier in ein rechtes Licht gerückt. Damit das Gesamtbild des Quartiers an Attraktivität gewinnt, sind meines Erachtens weitere Baumaßnahmen auch in den Seitenstraßen notwendig. Mir persönlich fehlen vor allem Straßenbepflanzung und weitere Stellplätze für Anwohner im Quartier. Die größte Herausforderung besteht darin, die Bewohnerinnen und Bewohner zum Mitwirken für den Prozess einer Qualitätsverbesserung des Quartiers zu motivieren.
Wie ist Ihre Einschätzung zum Engagement der Bürgerinnen und Bürger?
Mit Aufnahme der Arbeit des Ortrates ist die Hoffnung der Bürgerinnen und Bürger auf eine positive Entwicklung gestiegen. Dies zeigt sich in den Ortsratsitzungen, in die sich engagierte Menschen aus dem Quartier einbringen. Aber auch im Rahmen des Frühjahrsputzes hat sich das Engagement der vor Ort lebenden Menschen deutlich gezeigt. Hier waren vor allem die Schulen und Kindergärten aus dem Quartier aktiv (s. Berichte in der vorletzten Ausgabe der Stadtteilzeitung). In diesem Zusammenhang möchte ich mich ganz herzlich für die rege Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bedanken.
Frau Boyu, wie stellen Sie sich das Quartier in 20–30 Jahren vor?
Meine Vision für unser MichaelisQuartier ist, dass in 20–30 Jahren alle Straßen erneuert und großzügig bepflanzt sind. In vielen Bereichen dominieren Grünflächen das Bild und dennoch gibt es ausreichend Parkraum. Im Quartier besteht darüber hinaus ein großes Angebot an integrativen Wohnräumen und die kulturelle Vielfalt sowie das gemeinsame Zusammenleben von Jung und Alt sind selbstverständlich. Außerdem stelle ich mir eine ebenso vertrauensvolle und offene Bewohnerschaft im Quartier vor.
Ich freue mich auf eine gute Zusammenarbeit und stehe Ihnen gern in allen Angelegenheiten, die das MichaelisQuartier betreffen, zur Verfügung.